| Seiken Densetsu 1
Es klingt ein bisschen so wie im Märchen, eine angeschlagene Firma verwirklicht mit einem letzten Versuch ihre „Finale Fantasie“. Der Rest des Mythos sollte wohl jedem bekannt sein. Final Fantasy hält nicht nur bald mit Teil XIII auf der PS 3 Einzug sonder zog auch eine Reihe von Animeserien, Merchandisingartikeln und weiteren Produkten rund um die Rollenspiellegende nach sich. Im Zuge dieser Erfolgsgeschichte wurde mit Seiken Densetsu, was übersetzt die Legende vom heiligen Schwertes bedeutet, ein Spin-Off gebornen, welches alsbald seinen eigenen Weg in die Herzen der Spieler fand und hierzulande besser unter dem Namen Mystic Quest bekannt ist. Story und Charaktere: „Kämpfe!“ Die Einführung in die Welt von Mana ist mehr als deutlich formuliert und somit wird die erste Prüfung in bezwingen der monströses Bestie bestehen. Als Gladiator ist es eure einzige Aufgabe den finsteren Shadow Knight zu unterhalten, bis eines Tages einer eurer Freunde seinen Verletzungen erliegt und ihr aus den Klauen des Imperators, welcher mit einem geheimnisvollen Mann namens Julis die mit Macht über Mana erlangen will, fliehen könnt. Auf der Flucht begegnet ihr einem geheimnisvollen Mädchen und bietet euch ihr als Begleiter an – eure Reise beginnt. Grafik: Mystic Quest lässt sich sicherlich nicht mehr an heutigen Grafikstandarts messen, weis aber für ein Gameboyspiel zu überzeugen. In bester Zelda-Manier seht ihr das Geschehen aus der Vogelperspektive und erkundet Dungeons, Dörfer und eine Spielwelt, welche von Wälder und mit Gras bewachsenen Ebenen über Sümpfe bis hin zu mächtigen Gebirgen alles bietet, was das Abenteurerherz begehrt. Ähnlich vielfältig wie die Spielwelt gestalten sich auch die Gegner. Vom Schleimmonster über Skorpione bis zum Drachen bietet Mystic Quest eine Vielzahl an Widersachern und auch die Charaktere sind für Gameboyverhältnisse mehr als gelungen. Die Entwickler haben sich also sichtlich Mühe gegeben, lediglich die Menüs kommen etwas trostlos daher. Musik: Musikalisch hat es sich bei Mystic Quest ähnlich wie mit der Grafik. Die Titelmelodie ist einprägsam und findet sich so in Neuauflagen in diversen neuen Manaabenteuern wieder und auch der Rest der musikalischen Untermalung ist in sich stimmig, hat aber aus heutiger sicht mit der beschränkten Soundfähigkeit des Gameboys zu kämpfen. Gameplay: Mystic Quest räumt mit den alteingesessenen japanischen Rollenspielformeln gehörig auf. Ihr seid nicht als Team unterwegs sondern bestreitet die Reise meist alleine. Zwar steht euch des Öfteren ein Teamkamerad zu Seite, dieser verhält sich aber alles andere als geschickt. Auch gekämpft wird nicht in Zug um Zug sondern ähnlich wie in der Zelda-Reihe bringt ihr die Monster in Echtzeit zur Strecke. Dabei Nutzt ihr einen Knopf fürs Schlagen während der andere mit Items oder Zaubern belegt werden kann. Fazit: Ganz gleich ob Gameplay, Grafik oder Story, es wäre schlichtweg unfair, Mystic Quest unter den heutigen Maßstäben noch eine Note zu verpassen, daher habe ich auf die Bewertung verzichtet. Allerdings soll das nicht bedeuten, dass Mystic Quest ein schlechtes Spiel ist. Ob Gegnerdesign, Waffen, Rüstungen oder Zauber, es ist erstaunlich zu sehen, wie viele Elemente der Mana-Serie schon im Erstling vertreten waren. Wer nicht zuviel Wert auf eine ausgefeilte Story legt kann sich dieser Videospielgeschichtsstunde gerne unterziehen und wer es hingegen nicht ganz so „Retro“ mag findet mit Sword of Mana für den GBA ein gelungenes Remake des Klassikers. Mystic Quest fand damals soviel Anspruch, dass auf das einstige Spin-Off noch mehrere Teile folgen sollten. Neben dem erst kürzliche erschienen und doch recht durchwachsenen Dawn of Mana war es vor allem der Nachfolger von Mystic Quest, Secret of Mana, welcher mir und vielen anderen Spieler auch einige der schönsten Rollenspielmomente beschert hat – Danke SquareEnix. |
|
Mystic Quest Secret of Mana Seiken Densetsu 3 / SoM 2 Legend of Mana Sword of Mana Children of Mana Dawn of Mana Heroes of Mana Projekte |
|
geschrieben von admin













